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10. Kooperation in der Berufseingangsphase

Die Berufseingangsphase ist außerordentlich wichtig, weil diese Jahre für die Berufsbiographie von größter Bedeutung sind. Durch den selbstständigen Unterricht nimmt das Referendariat bereits teilweise Aufgaben und Erfahrungen der Berufseingangsphase vorweg. Darüber hinaus sollte diese 3. Phase sukzessiv weiter ausgebaut und vor allem fakultativ genutzt werden können. Als "post-graduate-Phase" stellt sie ein sehr sinnvolles zusätzliches Angebot dar.
Die Berufseingangsphase kann aber nicht die grundlegenden Aufgaben des Vorbereitungsdienstes übernehmen. Insofern lehnen wir eine das Referendariat ersetzende "Berufseinmündungsphase" ab, weil sie nicht in gleicher Weise den Erwerb von Kompetenzen und den Aufbau von Professionalität verbindlich gestalten kann.
Die Seminare könnten - am besten im Zusammenwirken mit Fortbildnern - Praxisbegleitung und Beratung (z. B. Supervisionsgruppen) anbieten. Teams oder Tandems von Fachleitern und Fortbildnern können Stützsysteme für die dienstjungen Lehrer und Lehrerinnen bereitstellen. Auch stärker fachdidaktisch orientierte Veranstaltungen von Fachleitern und Fachdidaktikern der Universitäten können in der schwierigen Startphase mit hohen Unterrichtsdeputaten eine große Hilfe bedeuten.

(beschlossen im Dezember 2003 und veröffentlicht in SEMINAR - Lehrerbildung und Schule 4 / 2003, S. 46-49)