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6. Vorbereitungsdienst

Für das Referendariat bleibt die duale Struktur von Seminar und Schule konstitutiv. Nur so kann die breite und fundierte Theorie-Praxis-Verschränkung geleistet werden, die zum Ziel einer ersten grundlegenden Handlungskompetenz und einer berufsbiographisch weiter zu entfaltenden Professionalität führen kann. Es geht um "Ausbildung im Dialog", die reflektierte Auseinandersetzung mit konkreter Praxis und die vielen Beratungsgespräche dienen der Personalentwicklung.
Die spezifischen Möglichkeiten der beiden Lern- und Studienorte sind im Zuge der weiteren Seminarentwicklung vor Ort noch besser auszuschöpfen und aufeinander zu beziehen. Anzustreben sind forschendes Lehren und Lernen, abgestimmte Kerncurricula und individuelle Angebote. Praxis hat ihre eigene Dignität und Wissenschaftswissen und Professionswissen differieren, aber eine einseitige Orientierung an Meisterlehre- und verwandten Trainee-Konzepten lehnen wir als entprofessionalisierenden Rückschritt ab.
Von den Fachleitern werden weiterhin neben erwachsenenpädagogischen Haltungen und hervorragenden Leistungen in ihrer Fachdidaktik oder in Pädagogik/ Psychologie hohe Unterrichtsreflexions- und Beratungskompetenz verlangt, die in Eingangsprüfungen unter Beweis gestellt und in regelmäßiger Fortbildung weiter vertieft werden.